Geografika in RDF

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Klasse "Region" für die ZDB-Ontologie

Die ZDB-Tabelle "region" soll auch als RDF-Ressource verfügbar gemacht werden, damit künftige RDF-basierte Anwendungen auf alle dort verfügbaren Angaben zugreifen können.

Eine Modellierung der Tabelle analog zu den Elementvokabularen, d.h. als Instanzen von skos:Concept, müsste allerdings folgende Überlegungen berücksichtigen:

  • Ein ZDB-Ländercode kann für mehrere aufeinanderfolgende Ausprägungen eines Staates oder einer Verwaltungseinheit stehen (prominentes Beispiel: Deutschland). Die ZDB fasst diese Ausprägungen in der Regel unter einem Ländercode zusammen, weil filmografische Quellen nicht immer eine genauere Zuordnung erlauben. In Datenabfragen für Display und Export kann die genauere Bezeichnung allerdings dann ermittelt werden, wenn die zetliche Gültigkeit vermerkt ist und mit dem Kontext-Zeitpunkt (Produktion, Aufführung, Prüfung, ...) verglichen werden kann.
- Prinzipiell würde sich hier eine SKOS-Modellierung mit Hierarchierelationen anbieten. Dies könnte auch die Aktualisierung im Falle zukünftiger Sezessionen, Vereinigungen und Grenzverschiebungen erleichtern.
  • Für die zeitliche Gültigkeit müssten Properties deklariert werden.
- Semantisch würden diese weitgehend den Zeitangaben "gegründet" und "aufgelöst" bei Körperschaften entsprechen (letztlich sind Staaten und Verwaltungseinheiten auch Körperschaften).
  • Die Vorgänger-Nachfolger-Relation ist in der ZDB-Tabelle "region" bisher nur informell als scope note vermerkt.
- Auch hier gibt es eine semantische Entsprechung zu den Körperschaften. Eine Vorgänger-Nachfolger-Relation für Körperschaften ist in der ZDB bereits realisiert.

URIs für ZDB-Ländercodes

Für die ISO 3166-Ländercodes gibt es nach wie vor keinen offiziellen RDF-Namensraum (die ISO ist in jeder Hinsicht im 20. Jahrhundert steckengebieben. Immerhin erlaubt man jetzt gnädiger Weise die Verwendung der Kürzel, ohne die 159 sFr für den Standard bezahlt zu haben).

Naheliegend wäre auch, sich bei den GND-Regionencodes zu bedienen.

Allerdings gibt es ZDB-Ländercodes, für die in der GND keine Entsprechung existiert. Mögliche Lösungen wären:

  • GND GeographicAreaCode dort, wo eine Übereinstimmung existiert und GND-Geografikum für die übrigen Regionen.
  • ZDB-Ländercodes mit exakter Entsprechung zu ISO 3166 unter den ISO-Namensraum und die übrigen entweder
  1. als GND-Geografikum für den ZDB-Ländercode (Beispiel ZDB:D4 -> GND:35065-5)
  2. als Wikidata-Item für den ZDB-Ländercode (Beispiel ZDB:D4 -> WD:Q170361)
  • oder vollständig unter einen eigenen DFF-Vokabular-Namensraum, mit Mappings zu allen bekannten URIs aus anderen Namensräumen.

Kristina: ich finde Option GND GeographicAreaCode + GND-Geografikum oder die letze Option mit mehreren Mappings am besten. Die Mappings würden wir direkt in der ZDB hinterlegen?